How to Plenum?

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Rollen

Jede Person leistet im Plenum einen Beitrag, indem er*sie phasenweise die Moderation, das Protokoll, die Rolle des Timekeepers oder Pausenbeauftragten übernimmt. So ist jede einzelne Person mitverantwortlich für die Qualität des Plenums.

-Bevor das Plenum beginnt, wird der*die Moderator*in bestimmt. Manchmal hat sich bereits im Vorfeld jemand dazu bereiterklärt. Die Moderation wechselt, jede*r hat die Möglichkeit, sich in dieser Rolle auszuprobieren.

-Eine wichtige Rolle im Plenum ist der Timekeeper. Er*sie trägt die Verantwortung dafür, dass die Zeitfenster eingehalten werden und unterstützt die Moderation, indem sie die Zeit stoppt und Signale gibt, wenn es so weit ist, zum nächsten punkt überzugehen.

-Pausen sind wichtig. Daher ist es sinnvoll eine*n Pausenbeauftragte*n / Achtgeber*in zu bestimmen, der*die die Aufgabe hat, die Stimmung in der Gruppe aufmerksam zu beobachten und bei Bedarf der Moderation ein Zeichen zu geben, dass es an der Zeit ist, eine Pause zu machen. Neben dem Pausenbeauftragte*n / Achtgeber*in hat natürlich auch jede*r Teilnehmer*in das Recht, eine Pause einzufordern.

-Als nächstes wird jemand gesucht, der*die das Protokoll führt. Jedes Plenum wird protokolliert, damit auch diejenigen, die nicht anwesend sind, eine Möglichkeit haben, sich auf dem Laufenden zu halten. Außerdem werden im Protokoll Ergebnisse, wichtige Argumente und vergebene Aufgaben festgehalten.

Ablauf

Das Plenum beginnt immer mit einem "Check In". Reihum werden zwei Fragen beantwortet. Meist sind es “Wie bin ich heute hier?” und “Was beschäftigt mich gerade?”. 

Danach wird die Agenda festgelegt. Die bereits feststehenden Themen werden vorgetragen. Gibt es noch etwas, über das wir sprechen möchten? Hat jemand noch Vorschläge?

Im Anschluss legen wir eine Reihenfolge fest. Kurze Informationen kommen meist an den Anfang. Themen, bei denen absehbar ist, dass darüber diskutiert wird, rücken nach hinten, damit kein Agendapunkt einer lebhaften Diskussion zum Opfer fallen muss.

Damit wir uns in der Diskussion nicht verlieren und wir jedem Punkt auf der Agenda die Zeit widmen, die er verdient hat, legen wir im Vorfeld Zeitfenster fest. Für kurze Informationen und Berichte reichen 5 Minuten, für längere Diskussionen planen wir 30 Minuten ein. Wichtig ist, dass die Summe der Zeitfenster den Rahmen des Plenums nicht sprengt und wir um 21 Uhr (weil wir alt sind) fertig sind. 

Nun werden die Rollen Protokoll, Timekeeper*in und Pausenbeauftragte*r vergeben. 

Wenn alle Rollen vergeben sind, geht es los mit dem Hauptprogramm. Die Themen von der Agenda werden nach und nach besprochen. Bei Bedarf achtet die Moderation darauf, dass jede*r zu Wort kommt und legt Redereihenfolgen fest.

Dabei orientieren wir uns an:
- Ich darf alles offen ansprechen.
- Meine Beiträge sind konstruktiv und wertschätzend formuliert.
- Ich lasse andere aussprechen.
- Ich höre wirklich und aufmerksam zu.
- Wir kommunizieren auf Augenhöhe.
- Wir gehen verantwortungsvoll mit unserer Zeit um.
- Wir teilen uns die Verantwortung für die Qualität des Treffens.

Wenn alle Themen bearbeitet wurden, beenden wir den offiziellen Teil des Plenums mit einem "Check Out". Jede*r reflektiert für sich und teilt mit der Gruppe: Was nehme ich aus dem Treffen mit? Was habe ich heute gelernt? Wie geht es weiter?

Im Anschluss wird der Abend ausklingen lassen. Wer nach Hause möchte, geht, wer bleiben möchte, bleibt für ein, zwei oder fünf Bier.

Aber: trotz aller Vorvbereitungen kann es immer zu unvorhergesehenen Sachen/Diskursen kommen! Versucht in Solchen Situationen besonnen zu agieren & Reagieren oder verschiebt zur not das Plenum/den Agendapunkt.

Nicht vergessen!: Plenum ist wichtig für die Revolution!